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Soll ich meine Website selbst erstellen oder bauen lassen?

Vorüberlegungen an die eigene Business Website

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Parkhaus mit Richtungspfeilen

Beitragsinhalt

Hand auf’s Herz, wie oft hast du dir im letzten Jahr schon vorgenommen, deine eigene Business Website zu erstellen? Taucht das To-Do regelmäßig auf einer Liste auf und verschwindet unbearbeitet wieder?

Spätestens wenn dich auf dem nächsten Netzwerktreffen jemand auf deine Webseite anspricht, rückst du deine Visitenkarte verschämt mit der Entschuldigung raus „Meine Website ist aber grade noch im Aufbau.“ Ein unangenehmes Gefühl auf beiden Seiten.

Warum deine Website noch offline ist

Online-Anbieter versprechen: Website in 5 Minuten

Diesen Werbeslogan finde ich sehr irreführend und suggerieren dir, dass du in 5 Minuten eine Webpräsenz aufbauen kannst. Wenn du noch nie mit Websites zu tun hattest, musst du dich erst einmal in das System reinversetzen und verstehen, was du zu tun hast. Und so ganz null-acht-fünfzehn soll die Seite ja auch nicht sein, oder?

Auch wenn Hompage-Anbieter wirklich einen guten Job und es dir so einfach wie möglich machen, ersetzt das noch lange nicht das Wissen rund um kundenspezifisches Texten, SEO, Recht und Marketing. 

Menschen sagen dir, das ist mit ein paar Klicks getan

Wer so redet, hat entweder noch nie eine Website erstellt, ist ein Blender oder nimmt dich nicht ernst. 

Du hast einen hohen Anspruch

Gut so. Natürlich sollst du einen hohen Anspruch haben, was deine eigene Unternehmenswebseite betrifft. Schließlich präsentierst du dich damit potentiellen Kund*innen und willst einen guten Eindruck machen. User*innen, die dich gar nicht kennen und auf deine Webseite stoßen, erfassen sie innerhalb von Sekunden und entscheiden darüber, ob sie dir vertrauen. Dieses Vertrauen erzeugst du durch eine Webseite, die inhaltlich schlüssig und optisch ansprechend ist.

Je intuitiver eine Webseite ist, desto aufwendiger ist der Prozess dahinter

Die Webseite deiner Mitbewerberin sieht super simpel aus: Schnell erfassbare Texte, professionelle Bilder, auf dem Smartphone gut lesbar? Dann kann ich dir versprechen, dass da einige Stunden Arbeit drin stecken. Fängst du an, dich mit deiner eigenen Webseite zu befassen, wirst du feststellen, dass du einen Wust an Informationen hast und viele wichtige Entscheidungen treffen musst.

Anforderungen an eine professionelle Unternehmenswebseite

Eine Business Website:

  • glänzt durch aktuelle und professionelle Texte und Medien
  • spiegelt deine Corporate Identity wieder
  • funktioniert technisch einwandfrei
  • ist fit für Suchmaschinen
  • lässt sich einfach bedienen (Desktop und mobile)
  • entspricht den rechtlichen Bestimmungen

Wer soll meine Website bauen?

Diese Entscheidung musst du nicht sofort treffen. Probiere dich ruhig an WordPress, Jimdo oder Squarspace aus. Vielleicht entdeckst du dabei eine neue Leidenschaft? Vielleicht bist du aber nur extrem genervt und willst diese Webseite endlich haben, dich aber möglichst wenig darum kümmern.

Selbststudium

Vorteil: Du bringst dir Webdesign, Programmierung, Online-Marketing, SEO, Internetrecht und Texten selbst bei. So bin ich übrigens zu dem gekommen, was ich jetzt mache. Ich habe tonnenweise Zeit in Googlesuchen, Webseminare und Kurse investiert, um herauszufinden, wie das alles funktioniert.

Das Problem: Währenddessen verdienst du keinen Cent. Frage dich, ob es nicht sinnvoller ist, deine Zeit in deine eigentliche Arbeit zu investieren.

Freund*innen fragen

Vorteil: Deine Freundin bietet dir ihre Dienste an, deine Webseite zu erstellen. Kostenlos natürlich. Freundschaftspreis. Bei einem langen Treffen besprecht ihr alles Wichtige.


Das Problem: Du wartest. Nach Wochen hörst du, dass sie grade Überstunden auf der Arbeit macht und nicht zu deiner Webseite gekommen ist. Nach mehrmaligem Hin und Her bekommst du einen Entwurf zurück, den du schrecklich findest. Eure Freundschaft ist angeknackst und deine Webseite gibt es immer noch nicht.

Günstige Online-Angebote nutzen

Vorteil: Auf Online-Plattformen bieten sich eine Menge Menschen an, günstig deine SEO-Strategie auszuarbeiten, deine Texte zu erstellen oder dir dein Logo zu entwerfen.
Das Problem: Viele anonyme Menschen, die sich mit ihrem Hobby ein Taschengeld dazu verdienen wollen, liefern mehr oder weniger gute Arbeit ab.

Eine*n Webdesigner*in engagieren

Vorteil: Eine Zusammenarbeit mit freien Webdesigner*innen läuft im besten Fall zielführend und professionell ab. 

Das Problem: Das Geld. Qualität hat ihren Preis, das ist beim Webdesign nicht anders. Informiere dich trotzdem vorher gut über das Leistungsspektrum und die Kompetenz der*s Webdesigner*in.

Fazit: Entscheidung zwischen Zeit und Budget

Eine professionelle Unternehmenswebseite ist nicht mal eben von der Couch erstellt. Sie setzt viel Wissen über IT, Marketing und Design voraus und braucht einfach Zeit. 

Ich rate dir: Fang an zu experimentieren und suche dir an den Stellen Hilfe, an denen du nicht weiterkommst. Ein hoher Anspruch ist nicht verkehrt, Perfektion allerdings überbewertet. Trau dich, online zu gehen!

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